Sonntag, 28. März 2010

Was ich mir immer schon mal sagen wollte, aber nie zu denken gewagt habe

Werden wir zu einem Opfer unseres ausgezeichnet arbeitenden Alltagsverstandes, wenn wir willkürliche Erinnerungen zur Seite schieben? Oder wird unser Verstand immer mal wieder Opfer unserer Phantasie, wenn wir unserem Unterbewusstsein Raum geben, seine Fühler auszustrecken? Insbesondere wenn das einzige in uns, was, neurobiologisch bewiesen, nicht manipulierbar ist, uns Dinge zeigt, die wir nicht sehen wollen?

Mittwoch, 24. Februar 2010

Old demons

Früher in der Schule gab es Gruppen von Leuten die sich gut verstanden. Wenn ich daran zurückdenke, kann ich nur sehen, wie ich nie ein Teil dieser Gruppen wurde. Es mag so gewesen sein oder nicht, aber wenn ich es wollte oder versuchte, ging es schon schnell schief. Irgendwas klappte da nicht. Ich hatte Angst. Vor allem davor, nicht dazu zu gehören. Und die Angst bewahrheitet sich jedes Mal. Wahrscheinlich verhielt ich mich auch total bescheuert. Ich kann's nicht sagen.

Schon lange über den Dingen stehend und erwachsen, erwarte ich nicht, dass mich die Vergangenheit einholt. Aber dann ist auf einmal alles wie früher. Souveränität vergessen und die Angst ist da. Wie damals. Und sie beherrscht alles.

Dieses letzte Wochenende gab mir die alten Dämonen zurück. Ich merkte, dass ich nur deswegen Kontakt hatte mit jemandem, weil sie Teil der Gruppen ausmachte, zu denen ich nie gehören durfte. Ich wollte mir beweisen, dass ich alles überstanden hatte. Dass ich es doch wert war. Dass ich nicht Scheisse war, so wie ich mich früher immer gefühlt hatte. Wir hatten eine Freundschaft, aber echt komfortabel fühlte ich mich darin nicht. Darum wollte ich sie auf Eis legen, wusste aber nicht wie.

Eine bitterböse Email flatterte in meine Mailbox. Die Absenderin schickte relativ umgehend ein Entschulding. Leider zu spät, denn ich hatte schon reagiert. Und plötzlich war alles wie früher. Angst. Wut. Unverständniss. Ausgeschlossen. Diese eigentlich sowieso nicht so komfortable und unheimische Freundschaft, ein symbolträchtiger Kampfring für alte Konflikte.

Ich hatte probiert allen Schmerz von früher zu vergelten. Ich wollte die Stärkere sein. Diejenige sein, die über den Dingen steht. Zeigen, dass ich weder früher verletzt war, noch jetzt verletzt worden bin, noch jemals verletzt sein werde, von "den anderen". Uns symbolisch von meiner Ex-Freundin M.

Das einzig sinnvolle, das ich hätte tun können wäre, das Telefon zu nehmen und die Sache zu klären wie zwei Erwachsene Leute. Verdammt. Let the demons rest.

Montag, 1. Februar 2010

Neighbours...all you need is good neighbours...

Unglaublich. Ausgeschlossen sein kennt wohl jeder. Und jeder weiss auch, dass es häufig an einem selber liegt. Aber woran es bei mir und meinen Nachbarinnen liegt? Keine Ahnung.

Ist es unser ungekämmter Rasen? Oder unsere ungewaschene Terasse. Oder ist es doch meine unfreiwillig kreativ schmuddelige Ausstrahlung? Oder doch die Tatsache, dass ich mich nicht in Statuten und Zugwang zwingen lassen will. Oder dass ich nicht über die Witze des Alphaweibchens lachen kann?

Ach es ist so absurd.

Haferflockenmakronen

125 gr Margarine/Butter, geschmolzen, flüssig, nicht zu warm
250 gr kernige Haferflocken (keine Schmelzflocken, sonst werden die Dinger bröselig)
125 gr Roh-Rohrzucker
2 Eier
3 el Vollkornweizenmehl
1 tl Backpulver
Zimtzucker

Die Haferflocken in das flüssige Fett rühren und zur Seite stellen.
Die Eier mit dem Zucker hellgelb und schaumig rühren.
Das Mehl und Backpulver unter die Eiermasse mischen.
Die Haferflocken einarbeiten.

Das Blackblech mit Papier auskleiden.
Die Makronen mit zwei Esslöffeln (halb voll) formen und aufs Blech setzen.
Den Zimtzucker über die Makronen streuen.

Den Ofen auf 190 Grad aufheizen.
Das Blech mit den Makronen einschieben.

Die Temperatur auf 170 Grad drosseln.
Das Gedicht aus Getreide noch 15 Minuten backen lassen, biss alles goldgelb ist.

Das schmeckt dann auch lecker!

Sonntag, 10. Januar 2010

Lecker gekocht Teil 4: Hühnerfrikassee mit goldgelben Leckerdingern (Brötchen)



Brötchen

500 gr Mehl Type 405
1 Tüte Trockenhefe ausreichend für 500 gr Mehl
2 Tl Salz
300-350 ml lauwarmes Wasser
1 feuerfeste Tasse mit Wasser
1 Backpinsel und etwas kaltes Wasser.

Mehl mit Hefe und Salz vermischen. Unter kräftigem Kneten das Wasser einarbeiten. Teig geschmeidig, seidig kneten. 30 Minuten an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Teig in 4-6 Stücke teilen, zu Brötchen formen und mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier bekleidetes Blech legen. Nochmals 15 Minuten gehen lassen. Ofen (Heissluft 225 Grad, Ober/Unter 250 Grad) vorheizen. Wenn der Ofen die Temperatur erreicht hat, das Blech einhängen und dann schnell einige Spritzer Wasser auf dem Ofenboden verteilen. Tasse mit Wasser dazustellen und Tür schliessen.

Jetzt 5 Minuten backen, dann die Temperatur um 15 Grad reduzieren. Ungefähr noch 20 Minuten backen.

Die Brötchen sind fertig, wenn sie beim beklopfen hohl klingen (toktoktok...:-) ) Den Ofen ausschalten. Das Blech vorziehen und die Brötchen mit reichlich eiskaltem Wasser einpinseln. Noch kurz zurück in den heissen Ofen schieben. Nach ungefähr einer Minute rausnehmen. Ahhhh!!! Solch ein Luxus mit so wenig Einsatz!!

Frikassee

Bouillon kochen aus
(alles jeweils pro Person)
1 Hähnchenschenkel in Unter- und Oberschenkel getrennt
1-2 Mohrrüben, in halben Scheiben
1 El Sellerieknollenwürfelchen
1 Zehe Knoblauch, halbiert
10 cm Porree in halben Ringen
2 Pimentkörner
1 Gewürznelke
1/2 -1 TL Salz (probieren)
500 ml Wasser


Alles kalt aufsetzen. 5 Minuten auf grosser Hitze kochen lassen. Dann runter schalten, so dass es simmert. 3/4 Stunde simmern lassen.

Das Fleisch in aus der Flüssigkeit nehmen und mit etwa 1/2 Liter gesiebter Bouillon bedeckt in einem Topf abkühlen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die restliche Bouillon kann sofort gegessen werden.

Am nächsten Tag
(für 2 Personen)
250 gr weisse Champingons  halbieren und in dünne Scheiben schneiden
1 Schalotte oder eine kleine Zwiebel klein gewürfelt
100 ml Brühe
600 ml Brühe
60 gr Butter
60 gr Mehl
einige Spritzer Zitrone nach Geschmack
2 El Schmand oder etwas süsse Sahne
zwei Hähnchenkeulen

Das Fleisch vom Knochen lösen und in Stücke zerteilen. Die Pilze und Zwiebel in etwas Olivenöl dünsten.
Mit etwa 100 ml Brühe ablöschen. Auf mittlerer Hitze gar kochen lassen. In einem andere Topf die Butter schmelzen, nicht braun werden lassen. Das Mehl einstreuen kräftig durchrühren. Nach und nach die warme Brühe einrühren, erst wieder weitergiessen, wenn das vorherige vollständig aufgenommen ist. Auch die Flüssigkeit von den Champingons nutzen. Wenn das Mehl ausgegart ist und die Sosse angenehm sämig ist, keine Brühe mehr zugiessen. Jetzt den Schmand einrühren und mit Zitronensaft abschmecken.
Die abgetropften Champignons und das Fleisch unterheben.

Yeah!


Mittwoch, 6. Januar 2010

Bettina Wegener "Kinder"


Sind so kleine Hände

winzge Finger dran.

Darf man nie drauf schlagen

die zerbrechen dann.



Sind so kleine Füße

mit so kleinen Zehn.

Darf man nie drauf treten

könn sie sonst nicht gehn.



Sind so kleine Ohren

scharf, und ihr erlaubt.

Darf man nie zerbrüllen

werden davon taub.



Sind so kleine Münder

sprechen alles aus.

Darf man nie verbieten

kommt sonst nichts mehr raus.



Sind so klare Augen

die noch alles sehn.

Darf man nie verbinden

könn sie nichts verstehn.



Sind so kleine Seelen

offen und ganz frei.

Darf man niemals quälen

gehn kaputt dabei.



Ist son kleines Rückrat

sieht man fast noch nicht.

Darf man niemals beugen

weil es sonst zerbricht.



Grade, klare Menschen

wärn ein schönes Ziel.

Leute ohne Rückrat

hab'n wir schon zuviel.

Dienstag, 5. Januar 2010

Das Glück, immer wieder zu Lösungen zu finden!

Ha! Seit langem schon quält mich, die wie mir bisher erschien, aussichtslose Lage, in der ich mich befinde:
Allein zu Haus, mit zwei Kindern, unterfordert und trotzdem überfordert.
Den Haushalt nicht klar kriegen? Sowas simples? Nein Danke! Vielleicht weil zu simpel? Oder eher weil ich zu toll bin? Neh, dacht ich auch nicht...

Den ganzen Tag nichts getan bekommen, und am Ende des Tages m bestmöglichen Fall milde Abneigung gegen Selbst verspüren. Und das schon seit Jahren. Wie kommt das bloss?

Gestern habe ich die Lösung gefunden: Ich bin nicht "zu Hause". Ich arbeite hier.

Aber nicht so wie bisher: Dies ist mein Job. Meine Arbeit. Wo ich täglich hin muss, und nie interessante Leute treffe. Wo die Atmosphere schon lange besser sein könnte und weniger Stress auf mich ausgeübt werden könnte, von dieser blöden Bossschlampe namens Eva, die mit nichts zufrieden ist, der nichts gut genug ist. Ab heute ist Schluss.

Sondern so: Dies ist mein Job. Ich liebe ihn. Wo ich täglich hingehe, und immer interessante Leute treffe. Wo die Atmosphere stimmt und ich jeden Tag mindestens einmal höre und merke, dass ich es gut mache und dass es OK ist. Das es gesellig ist und meine Leute froh sind, dass es mich gibt!

So! Und das alles ohne gute Vorsätze!