Während ich ausnahmsweise einmal voll Vertrauen in Mads dieses Kind alleine in seinem Zimmer spielen ließ, und dachte, es kann ja nichts passieren, ist ja alles kindersicher, habe ich mir heute morgen schnell die Haare gewaschen. Musste sein, war dringend notwendig.
Und was pries ich mich glücklich, dass mein Sohn endlich groß genug zu sein schien, nicht unter konstanter Bewachung sein zu müssen. Oh wie habe ich mich geirrt. Und wie habe ich meinen Augen nicht getraut.
Wusstest Du, dass wenn Du mit Deinem Staubsauger einige Berge an Babypuder aufsaugst, Du den Stromschlag Deines Lebens kriegen kannst? Mehrfach? Neh, ich auch nicht.
Mads war so frei, mir dieses physikalische Phänomen praktisch näher zu bringen.
In den ersten zwei Sekunden dachte ich noch: "Cool, Mads kann ja echt alleine spielen!", als er mit der Puderflasche ins Badezimmer gelaufen kam. Dann erbrach mein Gehirn sich in hysterischem Schreien. Denn Mads, der Schneekönig, hatte sozusagen die gesamte frei zugängliche Fläche und sich selbst, alle Kissen und Betten der oberen Etage eingestreut mit Babypuder.
Babypuder, verdammt! Verdammt! Verdammt! Argh. Aber mein ausgeglichenes Zen-Mama-Bauch-Gefühl drehte dieses Desaster um in ein: "Ach wie niedlich. Wie süss. Mads hat weisse Weihnachten gemacht. Oooohw! Ist er nicht ein schlauer Junge, MEIN SOHN! Haaaaaah. Seufz"
Mein ausgeglichenes Zen-Mama-Bauch-Gefühl probierte mein hysterisches Gehirn, dass gegen die extra Arbeit aufmuckte, mit den legendären Worten: "Einfach saugen!" zu beruhigen. "Zwei Fliegen mit einer Klappe, musstest doch sowieso hier oben schon lange mal wieder putzen!"
Ich hatte mich immer auf mein Bauchgefühl verlassen können. Bis heute. Denn als ich den Staubsauger angeschaltet hatte, und mich freute, dass ich alles so einfach und schnell wieder aufräumen konnte, dabei auch oben noch die höchstnotwendige Staubsaugaktion durchführen konnte, die schon wieder drei Wochen überfällig war, passierte es. Einfach so, ohne Vorwarnung! Meine Hand schlug vom Saugrohr und ein lautes "Peng!" schallte durch den Flur, als ein elektrischer Schlag von nie gefühltem Ausmass meinen Arm hochfuhr.
Und eingensinnig wie ich bin, ignorierte ich, was da grad passiert war, denn das geht ja gar nicht, so ein heftigen Schlag von einem Staubsauger. Und ausserdem musste ich dieses Scheisszeug ja mit so wenig wie möglich Körpereinsatz und Arbeit ja wieder aus jeder noch so kleinen Ritze entfernen. Kann man ja Staublunge von kriegen, neh. Weiss ja jeder.
Vorsichtshalber fasste ich den Sauger dann aber doch nur noch an Teilen an, die aus Kunststoff bestanden. Dann kann da ja auch nichts mehr passieren.
Unglaublicherweise schlug mir drei Sekunden später wieder der Schlag in den Arm. Verdammt noch mal! Das tat WEHEHEHE!! Weh!
Jetzt hatte ich aber echt die Schnauze voll. Laut fluchend rief ich den Mann des Hauses nach oben. Der natürlich dachte, dass ich übertreibe. Haha! Allerdings rannte der erst nach unten, um Bauhandschuhe zu holen, zum Staubsaugen. Und durch die fetten, mit Leder besetzten Handschuhe schlug ihm der Strom in den Arm. Und er fluchte. Ein zufriedenes, leicht sardonische Lächeln wollte sich auf meinem Gesicht ausbreiten, als mir schwante, was das heissen könnte: Auf den Knieen liegen und alles mit der Hand abwischen. Alle Kissen und Betten abziehen und Waschen, trocknen und eventuell Bügeln! Aber warum, war der Staubsauger schon wieder kaputt? Wir hatten doch grade einen neuen gekauft, nachdem ich den alten geschrottet hatte, durch einen kleinen Unfall mit Wasserbeteiligung?!
Talkpuder! Das Scheisszeug macht irgendwas mit Reibungsenergie und Isolation. Weiss auch nicht, keine Ahnung. Verdammt. Fluchend sank ich neben einem Eimer Seifenlauge auf die Knie.
Mittwoch, 9. Dezember 2009
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Eng man!!! Stroomstoten, bah! Ik ben blij dat jullie het nog kunnen navertellen!
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